Turrican auf dem C64

Meine Computerliebe wurde Weihnachten 1989 entflammt. Alles ging mit dem guten alten Commodore 64 los. Diesen bekam ich ohne Floppy Laufwerk geschenkt. Kurzerhand musste ich mir von einem Klassenkameraden eine Datasette ausleihen und zockte damit diverse Games und brachte mir in der zockerfreien Zeit ein wenig Basic bei. Weihnachten 1990 folgte dann endlich die Floppy 1541-II. Davor hatte ich mir einige Spiele besorgt. Darunter war der erste Turrican Ableger den ich sogleich anfing zu spielen.

Die Vorgeschichte zu Turrican I fand ich mit meinen 10 Jahren sehr faszinierend, und das sollte bis heute so bleiben. Man merkte Manfred Trenz viele Parallelen zu den Alien Filmen an. Ich kann mich kaum noch daran erinnern wieviele Stunden ich mit dem Spiel verbrachte und jeden Level immer mehr ausreizte. Ich malte Karten auf meinen karierten Block. Leider hatte ich zu diesem Zeitpunkt schon die Ausgaben der 64’er mit den Levelkarten verpasst. Und das Internet in der heutigen Form gab es ja damals noch nicht.

Aus heutiger Sicht betrachtet ist Turrican ein Meilenstein in der C64 Entwicklung gewesen. Manfred Trenz reizte hier die damalige Maschine bis an ihre Grenzen aus. Das Spiel bestand aus über 1300 Bildschirmen, unterteilt in 13 Level und einem sehr sanften Scrolling. Das Spielcover war von einem (wie ich heute weiß) Man-O-War Cover inspiriert und die kratzige Sprachausgabe „Welcome to Turrican, hahaha“ jagte mir damals eine Gänsehaut über den Rücken.

In der 64’er die ich mir mittlerweile regelmässig kaufte verschlang ich alle Preview Berichte über Turrican 2 – The Final Fight. Wie es endlich erschien musste ich trotzdem noch einige Monate warten bis ich mir das Spiel für 49 DM endlich kaufen konnte. Ich war immerhin erst zarte elf Jahre alt. Schön das es damals noch keine FSK Hinweise auf den Boxen gab.

Diesmal war ich noch mehr begeistert als beim ersten Teil. Das Comic-artige Intro mit der coolen SID Musik in Hintergrund erklärte die Rahmenstory. Und mir fiel die Kinnlade herunter. Innerhalb einer Woche hatte ich den Action-Kracher durchgespielt. Bis heute habe ich noch „The Machine“ in Erinnerung. Ein über mehrere Bildschirm großer Endgegner.

Später bekam ich einen Amiga 500 und zockte auch auf diesen beiden Turrican Teile durch. Trotzdem bleiben beide C64 Teile meine Lieblingsteile bis heute. Die Teile auf dem SNES oder Mega Drive konnten mich leider nicht mehr so begeistern, obwohl auch dies Meisterwerke für mich waren. Aber leider nicht in der Perfektion eines Turrican auf dem guten alten Brotkasten.

 

 

2 Kommentare

  1. Martin Ender

    Cool. Nette Geschichte.
    Meine Lieblingsspiele waren Bubble Bobble’s und Wizard of War.

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